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Abfahrt

Am 27.8. morgens um 2:55 war der Bus gepackt und wir bereit für die lange Fahrt nach Sörenberg in die Schweiz.

Kisten, Technik, Koffer, Instrumente, Getränke und ein paar müde, aber gespannte GoSo´s rollten ab 3:00 Uhr früh durch das flache Norddeutschland Richtung Schweizer Berge.

Frankfurt

Gut die Hälfte der Strecke haben wir im vollklimatisiertem Bus zurückgelegt. Von Ferne konnte man die Skyline von Frankfurt im sommerlichen Dunst erkennen.

Wir nutzten die Pause um uns ein wenig die Beine zu vertreten. Draußen waren heiße 30 Grad.

Mit jedem Kilometer kamen wir den Bergen näher.

Basel, Schweiz

Gegen 15:00 Uhr Nachmittags war es dann soweit: Wir sind über die Grenze, wo wir noch eine kurze Pause eingelegt haben. Draußen wird es gebirgiger - und wärmer! Mit der Wärme stieg auch die Spannung und Vorfreude im Bus.

Bald waren wir da. Auch in Sörenberg sollte nach der Wettervorhersage für die nächsten Tage gutes Wetter erwartet werden. Optimale Voraussetzungen für ein Konzert unter freiem Himmel.

Sörenberg

Dann gegen 17:30 Uhr hatten wir es geschafft: Sörenberg! Mittlerweile war es im Bus dann doch ziemlich still geworden. Nicht etwa weil wir müde, sondern weil wir alle sprachlos waren.

Berge! Und was für welche!

Kühe, rauschende Wildbäche, blauer Himmel und - enge Kurven!

Das eine oder andere Mal haben dann doch Einige die Luft angehalten, wenn es mal wieder durch eine enge Kehre oder eine schmale Straße ging. Doch mit dem besten Busfahrer der Welt konnte uns ja nichts passieren.

Benifizkonzert, Tschudi Hui

Sommer, Berge und strahlender Sonnenschein: Optimale Voraussetzungen für ein Konzert.

Morgens um 10:00 Uhr begannen wir unsere Vorbereitungen für unser Benefizkonzert zugunsten des Heilpädagogischen Zentrums Sunnebühel. (Infos hier)

Zusammen mit der Country- und Acoustic-Wellnessband "One Blue Sky" und der Familienkapelle "Merzeblümeli" starteten wir unser gemeinsames Konzert am Tschudi Hui.

Gospel, Country und Schweizer Tradition - eine aussergewöhnliche Mischung, die hervorragend funktioniert hat.

Zum Abschluß des Konzertes, das bis 17:00 Uhr bei strahlendem Sonnenschein die Zuschauer (und auch uns) begeistert hatte, gab es noch einen gemeinsamen Auftritt mit "One Blue Sky". Mit dem Jonny Cash Song "Will the circle be unbroken" und 1-2 Zugaben beendeten wir dann das Konzert und ließen im "Wellnessbereich" des Tschudi Hui bei gutem Essen und entspannter Atmosphäre den Tag ausklingen.

Irgendwie steckte uns allen noch die lange Fahrt in den Knochen. Aber auf den "After-Show-Spaß" wollte dann doch keiner so richtig verzichten.

Nachdem wir dann wieder zurück im Salwideli - unserer Unterkunft - waren, beendeten wir den Tag mit einem gemütlichen Miteinander draußen unter freiem Himmel vor einem beeindruckenden Bergpanorama.

 

Mathod, Bern

Nach dem doch anstrengenden aber schönen Tag in Sörenberg stand dann für die nächsten Tage das Ausflugsprogramm an.

Zunächst ging es nach Mathod, wo wir bei "Cave de la Combe" zu einer Weinprobe bei Daniel und Valerie Marendaz eingeladen waren.

Mittlerweile befanden wir uns im französischsprachigen Teil der Schweiz. Orts- und Verkehrsschilder waren in französisch. (Für unseren sprachgewandten Busfahrer kein Problem)

Inmitten von kleinen Weinbergen haben wir dann nach einer Führung eine kleine, feine Weinprobe genossen.

Es gab einen kleinen Imbiß und noch einige Infos zur Gegend und der Geschichte des Weingutes.

 

Am frühen Nachmittag ging es dann in die Bundeshauptstadt Bern, wo wir den Nachmittag zur freien Verfügung hatten.

Zu sehen gibt es in Bern eine Menge. Beeindruckend für uns alle war die Gelassenheit in dieser Stadt. Kein Autohupen, kein Gehetze. Eine wunderschöne Altstadt, in der man Tage zum entdecken verbringen könnte. Besonders beeindruckend: Das Berner Münster.

Am Ende des Tages konnte wohl jeder für sich feststellen: Bern ist eine Reise wert!

Brienzer Rothorn

Nach einem Kulturtag sollte dann aber auch etwas für unsere Kondition getan werden. Nach dem Kopf und dem Geschmackssinn kamen dann am nächsten Tag die Arme und Beine dran.

Ein Teil der Gospelling Souls wollte das Abenteuer auf sich nehmen, mit einem Bergführer das Brienzer Rothorn zu erklimmen.

Diesen Berg konnte man schon schön von unserer Unterkunft sehen. Nun sollte er bestiegen werden!

Feste Wanderschuhe, genügend zu Trinken und Wetterfeste Kleidung waren Pflicht!

Das Brienzer Rothorn war an diesem Morgen ganz in Nebel verhüllt. Für einige nicht ganz höhenfeste GoSo´s nicht unbedingt von Nachteil!

 

Nicht einmal im Traum haben wir uns ausgemalt, was uns an diesem Tag erwarten wird!

Ein ziemlich schwieriger und hakeliger Aufstieg bis auf 2349 Höhenmeter. In 4 Stunden haben wir knapp 18 Kilometer Strecke hinter uns gebracht! Die Bilder, die wir während dieser Tour gemacht haben, können nicht einmal annähernd das festhalten und wiedergeben, was wir an diesem Tage geleistet und erlebt haben.

Nach 4 Stunden waren wir ziemlich geschafft, aber Stolz auf das, was wir gemeinsam mit unserem Bergführer Heinz fertiggebracht haben.

Und wir wurden mit einem atemberaubendem Blick belohnt!

Diese Tour werden wir unser leben lang nicht vergessen. Danke nochmals dafür!

Alles Käse, oder was?

Nach der anstrengenden Tour am Vortag mußte jetzt wieder etwas für den Geschmacksinn getan werden.

Und wofür ist die Schweiz ausser Berge und Schokolade noch bekannt? Richtig: Käse!

Also ging es am nächsten Tag in die Käserei Alp Schlacht.

Hier zeigte sich wieder einmal die Klasse unseres Busfahrers: Strecken die schon mit einem normalen PKW ohne Allradantrieb "Spaß machen", werden mit einem Luxus-Reisebus souverän gemeistert! Hut ab!

Hier erfuhren wir wissenswertes über die Herstellung echten Alpkäses und lernten nebenbei noch etwas über die Geschichte und der Arbeitsweise auf den Alpen.

Als Höhepunkt haben wir unseren eigenen Käse hergestellt. Vom Hereintragen der Milch bis zum (noch 3 Monate zu reifenden) Käse haben wir jeden Handschlag auch selbst ausgeführt.

In ca. 3 Monaten werden wir aus der Schweiz unseren eigenen "Gospelling Souls Alp-Käse" in Empfang nehmen können.

Am Nachmittag konnte dann Jeder noch je nach Belieben eigene Wandertouren rund um das Salwedeli machen.

Einige GoSo´s sind noch einmal mit der Kabinenbahn auf´s Rothorn gefahren, einige Andere haben eine Downhill Fahrt mit einem Skatebike gamacht.

Der letzte Tag ging dann so langsam zu Ende und wir mußten leider bald wieder Abschied von der Schweiz nehmen.

Abfahrt...

Ein unvergesslicher Chor-Urlaub ging zu Ende. Wir waren uns alle einig, daß eine Steigerung nicht mehr möglich wäre.

Traumhafte Bergpanoramen, nette, herzliche Leute und viele besondere Momente auch innerhalb der Chorgemeinschaft machen diese Reise zu etwas ganz Besonderem.

 

Wir möchten uns an dieser Stelle bei den vielen Menschen bedanken, die diese Reise so speziell gemacht haben.

Sie alle zu nennen, ohne jemanden zu vergessen ist schwer.

Trotzdem möchten wir noch einmal Danke sagen:

 

Bei Peach und Tanja mit der gesamten Familie Merz, die dieses klasse Programm organisiert haben.

Bei den "Bands" One Blue Sky und Merzeblümeli, die mit uns Teil eines tollen Konzertes waren.

Bei Christl und Hainer, ohne die so einiges nicht funktionieren würde.

Bei Heidi und Bernd, die den Getränkeservice wie immer fest in der Hand hatten und auch sonst immer eine helfende Hand hatten. 

Bei Günther, der uns Ton und Stimme gegeben hat.

Bei Semmel "die Kurve" Mielke, unserem Busfahrer.

Beim Personal des "Salwedeli" für die Unterkunft und das Essen.

Bei Heinz unserem Bergführer, der das Abenteuer gewagt hat, unerfahrene "Nordlichter" bis auf 2350m auf einen Berg zu bringen.

 

Und viele Andere, die jetzt ganz genau wissen, daß sie gemeint sind...

 

Danke Euch allen.

 

(hs)